Merken An meinem ersten Silvesterabend in Québec habe ich diese kleinen Törtchen zum ersten Mal probiert, serviert von einer Nachbarin, die sie noch warm aus dem Ofen brachte. Der Duft von Zimt und Piment erfüllte den Flur, und als ich hineinbiss, traf mich diese unerwartete Kombination aus butterweicher Hülle und würziger Füllung wie eine Umarmung. Seitdem backe ich sie jedes Jahr, meist spät am Abend, wenn die Küche still ist und ich in Ruhe den Teig ausrollen kann. Die Finger werden kalt vom Butter, aber das Ergebnis lohnt sich immer. Es sind kleine Glücksmomente zum Mitnehmen.
Ich erinnere mich an einen verschneiten Januarabend, als ich eine große Portion davon für Freunde gemacht habe, die noch nie von Tourtière gehört hatten. Während die kleinen Pasteten im Ofen backten, wurde die Küche zur Gesprächsinsel, und alle warteten ungeduldig darauf, endlich hineinbeißen zu dürfen. Als ich sie auf den Tisch stellte, verschwanden sie innerhalb von Minuten. Seither ist es mein heimlicher Stolz, wenn Leute nach dem Rezept fragen. Es fühlt sich an, als würde ich ein Stück Tradition weitergeben.
Ingredients
- Frischkäse (225 g): Er macht den Teig geschmeidig und reichhaltig, ohne dass man ihn lange kneten muss, achte darauf, dass er wirklich weich ist.
- Butter (225 g): Kalt und gewürfelt sorgt sie für die blättrige Struktur, nicht schmelzen lassen, sonst wird der Teig zäh.
- Mehl (250 g): Normales Weizenmehl reicht völlig, es bindet die Feuchtigkeit und gibt Halt.
- Salz (1/2 TL): Hebt den Geschmack des Teigs und bringt alle Aromen zum Leuchten.
- Rinderhackfleisch (450 g): Die Basis der Füllung, am besten mittlerer Fettgehalt für Saftigkeit und Geschmack.
- Zwiebel (1 kleine): Fein gehackt sorgt sie für Süße und Struktur, glasig andünsten ist der Schlüssel.
- Knoblauch (1 Zehe): Eine Minute mitbraten reicht, sonst wird er bitter.
- Piment (1/2 TL): Das heimliche Herzstück, verleiht eine warme, leicht süßliche Note.
- Zimt (1/2 TL): Ungewöhnlich in herzhaftem Fleisch, aber genau das macht es besonders.
- Nelken (1/4 TL): Nur eine Prise, aber unverzichtbar für die Tiefe.
- Thymian (1/2 TL): Getrocknet funktioniert hier besser als frisch, erdiger Hintergrund.
- Rinderbrühe (60 ml): Löst die Röstaromen und bindet die Gewürze, langsam einkochen lassen.
- Petersilie (1 EL): Frische am Ende bringt Farbe und Frische, kann auch weggelassen werden.
- Ei (1): Verquirlt als Wash verleiht es den goldenen Glanz, den man sich wünscht.
Instructions
- Teig vorbereiten:
- Frischkäse und Butter in einer Schüssel glatt rühren, dann Mehl und Salz untermengen, bis ein weicher Teig entsteht. In zwei Scheiben teilen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten kühlen, damit er sich später gut ausrollen lässt.
- Füllung anbraten:
- In einer Pfanne die Butter schmelzen, Zwiebel darin glasig dünsten, Knoblauch kurz mitbraten, dann das Hackfleisch hinzufügen und krümelig braten. Gewürze einrühren, Brühe angießen und sanft köcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast verschwunden ist, dann abkühlen lassen.
- Ofen vorheizen:
- Auf 200 Grad Ober und Unterhitze stellen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. So sind sie bereit, sobald die Törtchen gefüllt sind.
- Teig ausrollen:
- Auf bemehlter Fläche den Teig etwa 3 mm dünn ausrollen und mit einem runden Ausstecher Kreise von 7 cm Durchmesser ausstechen. Die Hälfte davon auf die Bleche legen.
- Füllen und verschließen:
- Auf jeden Teigkreis einen gehäuften Teelöffel Füllung geben, Ränder leicht mit Wasser bestreichen, zweiten Kreis auflegen und mit einer Gabel fest andrücken. Mit verquirltem Ei bepinseln und einen kleinen Schlitz in die Mitte schneiden.
- Backen:
- 18 bis 22 Minuten backen, bis sie goldbraun sind und duften. Kurz abkühlen lassen, dann noch warm servieren.
Merken Letztes Weihnachten habe ich eine Ladung davon für meine Familie gemacht, und meine Mutter hat drei auf einmal genommen, bevor das Essen überhaupt begann. Sie meinte, sie könne nicht widerstehen, und das sei genau das, was sie sich unter Festessen vorstelle. Seitdem sind sie fester Bestandteil unserer Feiertage. Es ist schön, wenn etwas so Kleines so viel Freude bringt.
So gelingt der perfekte Teig
Der Frischkäseteig ist anders als klassischer Mürbeteig, er braucht keine lange Ruhezeit und verzeiht auch mal wärmere Hände. Trotzdem sollte die Butter kalt bleiben, sonst verliert man die zarte Textur. Ich rolle ihn immer zwischen zwei Lagen Backpapier aus, das spart Mehl und verhindert Kleben. Falls er beim Ausstechen reißt, einfach kurz zurück in den Kühlschrank. Er ist gutmütig, solange man ihm Zeit zum Kühlen gibt.
Füllung nach Geschmack anpassen
Wer es kräftiger mag, kann die Nelken verdoppeln oder etwas Ahornsirup unterrühren für eine süßlich herbe Note. Ich habe auch schon fein gewürfelte Champignons mitgebraten, das gibt der Füllung mehr Biss und Tiefe. Manche mögen einen Hauch Cayennepfeffer für Schärfe. Die Gewürzmischung ist flexibel, aber Piment sollte immer dabei sein. Er ist das, was Tourtière unverwechselbar macht.
Servieren und Aufbewahren
Warm aus dem Ofen schmecken sie am besten, aber auch lauwarm sind sie köstlich. Ich serviere sie gern mit einem Klecks Preiselbeerchutney oder scharfem Senf, das schneidet die Butter und hebt die Gewürze. Übrig gebliebene Törtchen lassen sich gut einfrieren und bei Bedarf im Ofen aufbacken. So habe ich immer einen Vorrat für spontane Gäste.
- Vor dem Einfrieren vollständig abkühlen lassen und in einer luftdichten Dose lagern.
- Zum Aufbacken direkt aus dem Gefrierfach bei 180 Grad etwa 12 Minuten backen.
- Frisch schmecken sie innerhalb von zwei Tagen am besten, danach wird der Teig weicher.
Merken Diese Mini Tourtières haben mir gezeigt, dass die besten Rezepte oft die sind, die man mit anderen teilt. Ich hoffe, sie bringen auch dir so viel Freude wie mir.
Fragen und Antworten zum Rezept
- → Kann ich die Pasteten im Voraus zubereiten?
Ja, der Teig kann bis zu 2 Tage im Voraus vorbereitet und gekühlt werden. Die fertig gefüllten, ungebackenen Tourtières können auch eingefroren und direkt aus dem Gefrierschrank gebacken werden – verlängern Sie einfach die Backzeit um 5-7 Minuten.
- → Welche Beilagen passen am besten zu Mini Tourtières?
Diese Pasteten harmonieren wunderbar mit Preiselbeeren-Chutney, Dijon-Senf oder einer süß-sauren Cranberry-Sauce. Auch ein leichter Salat oder eingelegtes Gemüse ergänzen die würzige Füllung perfekt.
- → Kann ich anderes Fleisch verwenden?
Absolut! Traditionell werden auch Schweinefleisch, Kalb oder eine Mischung aus verschiedenen Fleischsorten verwendet. Wildfleisch wie Hirsch verleiht eine besondere Note. Passen Sie nur die Garzeit entsprechend an.
- → Warum wird Frischkäse im Teig verwendet?
Der Frischkäse macht den Teig besonders zart, cremig und leicht zu verarbeiten. Er sorgt für eine wunderbar blättrige Textur und einen dezent würzigen Geschmack, der perfekt zur herzhaften Füllung passt.
- → Wie bewahre ich übrig gebliebene Tourtières auf?
Lagern Sie gebackene Tourtières in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank für bis zu 3 Tage. Zum Aufwärmen im Ofen bei 180°C für 8-10 Minuten backen, damit sie wieder knusprig werden. Mikrowelle macht den Teig weich.
- → Welche Gewürze sind typisch für Tourtières?
Die charakteristische Gewürzmischung umfasst Piment, Zimt, Nelken und Thymian. Diese traditionelle Kombination verleiht den Tourtières ihren unverwechselbaren, warm-würzigen Geschmack, der an Weihnachten und festliche Anlässe erinnert.